Wohlauf! noch getrunken

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KV-Liederbuch Seite 235

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1. Wohlauf! noch getrunken den funkelnden Wein!
Ade nun, ihr Lieben! geschieden muss sein.
Ade nun, ihr Berge, du väterlich Haus!
Es treibt in die Ferne mich mächtig hinaus.

2. Die Sonne sie bleibet am Himmel nicht stehn,
es treibt sie durch Länder und Meere zu gehn.
Die Woge nicht haftet am einsamen Strand,
die Stürme, sie brausen mit Macht durch das Land.

3. Mit eilenden Wolken der Vogel dort zieht
und singt in die Ferne ein heimatlich Lied.
So treibt es den Burschen durch Wälder und Feld,
zu gleichen der Mutter, der wandernden Welt.

4. Da grüssen ihn Vögel, bekannt überm Meer,
sie flogen von Fluren der Heimat hieher;
da duften die Blumen vertraulich um ihn,
sie trieben vom Lande die Lüfte dahin.

5. Die Vögel, die kennen sein väterlich Haus,
die Blumen einst pflanzt' er der Liebe zum Strauss,
und Liebe die folgt ihm, sie geht ihm zur Hand:
|:so wird ihm zur Heimat das ferneste Land.:|

6. Wohlauf! noch getrunken den funkelnden Wein!
Ade nun, ihr Lieben! geschieden muss sein.
Ade nun, ihr Berge, du väterlich Haus!
|:Es treibt in die Ferne mich mächtig hinaus!:|

Variante b

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Worte: Justinus Kerner, 1809 (1786—1862)
Loudspeaker.png    Weise i(a): Tiroler Volksweise
Loudspeaker.png    Weise i(b): Rob. Schumann, 1840 (1810—1856)


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