Als der heilg´e Bonifatius

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Erfurter Stadthymne

C -c d e g

Als der heilg´e Bonifatius.png

1. Als der heilg´e Bonifatius
wanderte durchs Frankenland,
kam er auch zu dieser Furte hier.
Am schönen Gerastrand
"Hier will ich ein Bistum gründen,"
sprach er und er tat´s auch gleich,
baute eine Kirch am Domberg
und schlug um die Donar-Eich.

2. Wo der alte Martin Luther
als Student schon wollte sein.
Dort wo Berge und wo Täler
blühen in der Sonne Schein.
Dort wo Gott die Erde küsste,
1000 Jahre und noch mehr,
liegt mein Erfurt, wenn es wüsste,
wie ich´s liebe ach so sehr.

3. Auf der alten Krämerbrücke
sind Puffbohnen reicher Zahl
und hier isst man gerne Rostbratwurst,
trinkt´s Bier mit einem Mal.
Da wo man noch "ge" und "nor" sagt.
Da wo´s jeder auch versteht,
hat der liebe alte Herrgott
eine gold´ne Stadt gesät.

4. Ja in Erfurt´s alten Mauern,
hab ich oft bei Lied und Wein
beste Zeit gehabt und Freunde - nicht
aus Lug und nicht aus Schein.
Hier da ist der Mensch noch ehrlich,
hier da ist das Leben süß,
hier im grünen Herzen Deutschlands,
wo mein Herz ich gerne lies.

5. Bin ich weit weg von der Heimat,
denk ich oft an sie zurück;
an die Stadt wo ich die Liebste fand
und Leben voller Glück.
Ach wie ist´s mir schwer gefallen,
traurig von ihr weg zu geh´n,
doch wir schwörn´s bei unsern Krügen,
bald gibt es ein Wiederseh´n

6. Und als Studio in Erfurt,
lebt man wie in Saus und Braus,
sei es in den vielen Wirtshäusern,
sei´s auf dem Wingolfshaus.
Hier da feiert man noch Feste,
Freunde haben hier Bestand
und mit Stolz trag auf der Weste,
Ich mein rot-weiß-goldnes Band.


Text: Daniel Mandler & Christian Patzelt Erfurter (Erfuter Wingolf), 2007
Loudspeaker.png    Weise i: Otto Lob, 1899 (1837—1908)
(Heidelberg, du Jugendbronnen)