Als ich den ersten Becher trank

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Vivat!

Als ich den ersten Becher trank.png

1. Als ich den ersten Becher trank, da klang mir in den Ohren
ihr Name, die ich mir zum Schatz vor allen auserkoren,
der ich versprochen treu zu sein
in versibus et prosa;
sie hat ein Herz wie Edelstein,
prae ceteris formosa;
Wenn andre Mägdlein bei dir sind,
da ist so schön mein liebes Kind
|: ut inter spinas rosa. :|

2. (Einer:) Ich dachte wiederum an sie beim zweiten und so weiter;
und jetzo, da ich oben fast steh' auf der Himmelsleiter,
da kommt es mir erst reht in Sinn
auctore vino bono,
wie gut ich meiner Guten bin,
quam omnibus praepono,
wie sie allein zu aller Frist
als Königin gesessen ist
|: in cordis mei throno. :|

3. (Alle:) Fürwahr, das hast Du gut gemacht, dass dir mit jedem Becher
nur wärmer ward ums treue Herz, du auserwählter Zecher!
Drum soll mein liebes Schätzelein auch
concentu potatorum
gefeiert sein nach altem Brauch
clangore poculorum:
Sie lebe hoch in alle Zeit,
hoch in alle Ewigkeit
|: in saecula saeculorum. :|

Worte: Wilhelm Wackernagel, vor 1845 (1806-1869)
Loudspeaker.png    Weise i: Karl Friedrich Weinberger, 1895 (1853-1908)