An den Rhein, an den Rhein

Aus MarkomannenWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Warnung vor dem Rhein

An den Rhein, an den Rhein.png

KV-Liederbuch Seite 20
1. An den Rhein, an den Rhein,
zieh' nicht an den Rhein,
mein Sohn, ich rate dir gut:
da geht dir das Leben so lieblich ein,
da blüht dir zu freudig der Mut!

2. Siehst du die Mädchen
so frank und die Männer so frei,
als war' es ein adlig Geschlecht;
gleich bist du mit glühender Seele dabei:
so dünkt es dich billig und recht.

3. Und zu Schiffe, wie grüßen
die Burgen so schön
und die Stadt mit dem ewigen Dom!
In den Bergen, wie klimmst du zu schwindelnden Höh'n
und blickst hinab in den Strom!

4. Und im Strome, da tauchet
die Nix' aus dem Grund,
und hast du ihr Lächeln gesehn
und sang dir die Lurlei
mit bleichem Mund,
mein Sohn, so ist es geschehn.

5. Dich bezaubert der Laut,
dich betört der Schein,
Entzücken fasst dich und Graus.
Nun singst du nur immer:
Am Rhein, am Rhein,
und kehrst nicht wieder nach Haus.

Worte: Karl Simtock, 1839 (1802—1876)
Gitarre.png    Loudspeaker.png    Weise i: Gustav Ewald Pöthko, 1848 (1821—1857)