Aus dämmrig kühler Ferne

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Gruss an Tübingen

Aus dämmrig kühler Ferne.png

1. Aus dämmrig kühler Ferne,
aus Lebens Kampf und Not
wie denk' ich deiner so gerne,
du Stadt voll Morgenrot!
Von Deiner Feste nieder
ins blütenweisse Tal
möcht' ich schaun und träumen wieder
|:wieder nur noch ein einzig mal!:|

2. Dort kommen die Wellen gezogen
des Neckars in blitzschnellem Lauf,
an der alten Brücke Bogen,
da rauschen sie murmelnd auf;
und die grauen Giebel schauen
so ernst herab in die Flut
und die fernen Berge blauen
|:herüber so treu und gut.:|

3. Und mit den Wellen gezogen ziehen
in ruhlos schwellendem Drang
vieltausend Melodien
die grünenden Ufer entlang -
vieltausend Melodien
aus farbig bewegter Zeit
an der Seele vorüberfliehen
|:in trunkener Traurigkeit.:|

4. Hier fragt' ich zuerst das Leben:
Was bist du? Was winkst du mir zu? -
Nur Träume hat mir's gegeben,
sie gingen wie Träume zur Ruh!
O so rasch vertanzte die Welle,
o so rasch sind die Rosen verblüht,
die hier an des Lebens Schwelle
|:mir verheissend entgegengeglüht!:|

Doch eins ist mir aufgegangen.png

5. Doch eins ist mir aufgegangen
wie leuchtende Morgenlust
aus Traum und Traumverlangen
mir trotzig freier Mut!
Der soll sich nimmer beugen
in Lebens Kampf und Not,
soll stets von dir mir zeugen,
|:du Stadt voll Morgenrot!:|

Worte: Karl Weitbrecht
Loudspeaker.png    Weise i: Hugo Zuschneid
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