Burschenschaft

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Die Bezeichnung Burschenschaft wird heute oft als Synonym für Korporationen allgemein verwendet, obwohl dies falsch ist.
Die Burschenschaften gehen auf die 1815 in Jena gegründete Urburschenschaft zurück. Die sich dann schnell über Deutschland ausbreitende burschenschaftliche Bewegung war republikanisch geprägt und hatte die Aufhebung der kleinstaatlichen Zersplitterung zum Ziel. Nach dem Verbot der Burschenschaften durch die Karlsbader Beschlüsse von 1819 bis 1848 bestanden sie im Untergrund weiter.
Bei den heutigen Burschenschaften handelt es sich um farbentragende, zumeist schlagende Verbindungen. Auf die politische Bildung ihrer Mitglieder legen die Korporationen Wert. Der weitaus größte Teil der Burschenschaften hat sich in der "Deutschen Burschenschaft (DB)" zusammengeschlossen. In der DHB sind Burschenschaften an Ingenier- und Fachhochschulen organisiert. Ein dritter Verband, der VDB gründete sich erst 1991.
Einige Verbindungen des SB, BDIC und des DWV bezeichnen sich ebenfalls als Burschenschaften. Die Katholischen Deutschen Burschenschaften des RKDB sind konfessionell gebunden und nicht mit den Verbindungen der DB zu verwechseln.

Quelle: Compendium Germaniae