Corps Rheno-Guestphalia Münster

Aus MarkomannenWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen
RhenoGuestphaliaMünster(Wappen).jpg
Ich wag's!
Basisdaten
Gründung: 29.07.1908
Gründungsort: Münster
Verband: KSCV
Couleur: Farbentragend
Farben: |Weiß.png|{{{1}}}px}}{{ #ifeq: | |Blau.png|{{{1}}}px}}{{ #ifeq: | |Rot.png|{{{1}}}px}}{{ #ifeq: | |Weiß.png|{{{1}}}px}}
Fuchsenfarben: |Weiß.png|{{{1}}}px}}{{ #ifeq: | |Blau.png|{{{1}}}px}}{{ #ifeq: | |Weiß.png|{{{1}}}px}}
Mütze: Vorlage:Mütze
Waffenst. Prinzip: schlagend
Prinzipien: blaues Corps
Status: aktiv
Adresse: Piusallee 164

48147 Münster

Webseite: www.rheno-guestphalia.de
Kontakt: cc@rheno-guestphalia.de
Zirkel
RhenoGuestphaliaMünster(Zirkel).jpg

Gegründet am 29.07.1908 in Münster als erstes Corps Münsters unter der Hilfe der Marburger Teutonia, Rhenania Freiburg und Rhenania Tübingen, im KSCV seit 1909, damals Haus in der Neubrückenstraße 12-14, reaktiviert 1951.

Geschichte des Corps Rheno-Guestphalia

Seit seiner Gründung am 29.07.1908 ist das Corps Rheno-Guestphalia eng mit der Westfälischen-Wilhelms Universität Münster verknüpft. Nachdem Münster 1901 durch die Rückkehr der juristischen Fakultät Volluniversität geworden war, waren die Voraussetzungen für ein Kösener Corps geschaffen. Mehrere Gründungsversuche und Rekonstitutionsversuche suspendierter Corps scheiterten, bis es am 29.07.1908 Studenten der Corps Teutonia Marburg, Rhenania Freiburg und Rhenania Tübingen endlich gelang, sich nach einer langen und bis tief in die Nacht hinein andauernden Besprechung auf Namen, Zirkel und Farben zu einigen. Damit war Rheno-Guestphalia gegründet. In den folgenden Jahren wurde in dem gemieteten Corpshaus in der Geiststraße der Aktivenbetrieb aufgebaut.

Im Gegensatz zu anderen Corps an den Universitäten, die auf eine teilweise über hundertjährige Tradition zurückblicken konnten, musste das junge Corps erst seine eigenen Merkmale und Besonderheiten aufbauen. Bis zum ersten Weltkrieg nahm das Aktivenleben einen stetigen Aufschwung, das aber durch den Ausbruch des Krieges eingestellt werden musste. Viele aktive und inaktive Corpsbrüder fielen in diesem Krieg oder kamen in Gefangenschaft ums Leben. Dennoch gelang es einem Alten Herrn viele Corpsbrüder wieder zusammenzubringen und den Neuaufbau des Corps voranzubringen. In der Zeit der Weimarer Republik nahm das Corpsleben wieder einen erfreulichen Aufschwung und die Aktiven konnten eine größtenteils unbeschwerte Studienzeit erleben.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sahen sich die Corps, wie andere Verbindungen auch, mehr und mehr den Anfeindungen des NS-Regimes ausgesetzt. Dies führte 1935 zur Auflösung des Dachverbandes der Corps, des KSCV. Auch die Corps wurden gezwungen, sich selbst aufzulösen. Am 12.10.1935 suspendierte das Corps Rheno-Guestphalia. Viele Corpsbrüder blieben jedoch in Münster, um hier ihr Studium fortzusetzen. Da es das Corps nicht mehr gab, traf man sich privat oder in einer der Kneipen der Stadt. Zu der Zeit war es in Münster noch möglich, „Kameradschaften“ zu gründen. Da man einer vorgeschriebenen zweisemestrigen Überwachung durch die Nationalsozialisten entgehen wollte, wählte man den Namen einer anderenorts bereits bestehenden „Kameradschaft“ „Friedrich Harkort“. Es wurden auch wieder Mensuren gefochten. 1943 entschlossen sich die Alten Herren der Rheno-Guestphalia, der „Kameradschaft“ die Tradition des Corps zu übergeben. In den nächsten zwei Jahren zogen aufgrund des Krieges immer mehr Aktive aus Münster weg; was zur Folge hatte, dass der Betrieb der „Kameradschaft“ eingestellt werden musste. Auch der Lehrbetrieb an der Universität musste infolge der großen Kriegsschäden eingestellt werden. Nach dem Krieg, der auch große Opfer unter den Rhein-Westfalen forderte, sah es zuerst danach aus, als wäre das Verbindungsleben für immer erloschen. In Münster jedoch fand sich eine Gruppe junger Studenten zusammen, die gerne wieder Verbindungsstudenten sein und auch wieder fechten wollten. Dies war jedoch nicht einfach, da die Verbindungen und das Fechten verboten schienen. Diese jungen Studenten gründeten die Verbindung „die Mark“, und nach einiger Zeit der Beobachtung entschlossen sich die Alten Herren der Rheno-Guestphalia, der Mark die Tradition des Corps zu übergeben. Im Wintersemester 1950/51 wurde Rheno-Guestphalia dann offiziell rekonstituiert. 1958 wurde dann das Corpshaus in der Piusallee und das Bootshaus an der Werse in Handorf gekauft Seit dieser Zeit führt Rheno-Guestphalia den Aktivenbetrieb in Münster ununterbrochen fort.

siehe auch

Münsteraner Korporationen