Der Nebel steigt, es fällt das Laub

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KV-Liederbuch Seite 56

Der Nebel steigt, es fällt das Laub.png

1. Der Nebel steigt, es fällt das Laub; schenkt ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll, unchristlich oder christlich,
ist doch die Welt, die schöne Welt, so gänzlich unverwüstlich
|: ist doch die Welt, :| ist doch die Welt, die schöne Welt, so gänzlich unverwüstlich.

2. Und wimmert auch einmal das Herz, stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz ist gar nicht umzubringen.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub, schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den ganzen Tag vergolden, ja vergolden,
|:wir wollen uns den ganzen Tag:| vergolden, ja vergolden.

3. Wohl ist es Herbst; doch warte nur, doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen.
Die blauen Tage brechen an, und ehe sie verfließen,
wir wollen sie, mein wackrer Freund, genießen, ja genießen,
wir wollen sie, mein wackrer Freund, genießen, ja genießen.

Worte: Theodor Storm, 1836 (1817—1888)
Loudspeaker.png    Weise i: Konrad Gretscher 1895, (1856—1929)
(Aus d. Allg. Dt. Kommersbuch, Verlag Moritz Schauenburg, Lahr/Baden