Der Sang ist verschollen

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Vagans scholasticus

[E-moll - h g fis fis]

KV-Liederbuch Seite 58

Der Sang ist verschollen.png


1. Der Sang ist verschollen,
Der Wein ist verraucht,
Stumm irr ich und träumend umher.
|: Es taumeln die Häuser,
Vom Sturme umhaucht,
Es taumeln die Wellen ins Meer. :|

2. Die Wolken sie tanzen,
Manch Sternlein fällt,
Hat tief in den Wolken gezecht;
|: Ich steh wie ein Fels,
Wie die Angel der Welt,
Wie ein Kaiser in Freiheit und Recht. :|

3. Und die Straßen durchirr ich,
Die Plätze so schnell,
Ich klopfe von Hause zu Hause;
|: Bin ein fahrender Schüler,
Ein wüster Gesell,
Wer schützt mich vor Wetter und Graus? :|

4. Ein Mägdlein winkt mir
Vom hohen Alltan,
Hell flackert im Winde ihr Haar.
|: Ich schlag in die Saiten
Und schwing mich hinan,
Wie licht ist ihr Aug und wie klar! :|

5. Und sie küsst mich und drückt mich
Und lacht so hell;
Nie hab ich die Dirne geschaut.
|: Bin ein fahrender Schüler,
Ein wüster Gesell,
Was lacht sie und küsst mich so traut! :|

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Worte: Im Kommersbuch f. d. dtsch. Stud., Magdeburg 1855
Loudspeaker.png    Weise i: Bernhard Wilhelm Sommer, um 1865
im gleichen Kommersbuch
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)