Elferrat

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1. Im WS 73/74 in der Markomannia an Stelle eines Vorstandes bestimmtes Gremium, da kein regulärer Vorstand gewählt werden konnte.

2. Der Elferrat ist das Parlament des Narrenreiches. Der Begriff wurde mit der Rheinischen Karnevalsreform 1823 eingeführt und hat seine Wurzeln in der Besetzung der linksrheinischen Region durch Frankreich nach der Französischen Revolution. Französisch wurde Amtssprache, es galten französische Gesetze und Gerichtsbarkeit. Im Zuge der Revolution hatte dies aber auch die Bürgerrechte gebracht, mit einer gewissen Redefreiheit und einer Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz. Mit der Niederlage Napoleons hatte dieses ein Ende, und es kam zur Restauration des Absolutismus. In Mainz waren die Österreicher und Preussen gemeinsam die Militärmacht. Köln, die einst freie kaiserliche Reichsstadt, kam gänzlich unter preußische Herrschaft. Von den ihrer Rechte beraubten Bürgern wurde die 11 im Geiste der Französischen Revolution als Zahl interpretiert, die die Gleichheit aller Menschen versinnbildlicht, sozusagen eins neben eins. Außerdem setzt sich die 11 als Wort zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Losung der Französischen Revolution „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“. E steht für Egalité (Gleichheit), L für Liberté (Freiheit) und F für Fraternité (Brüderlichkeit) – was zusammengezogen das Zahlwort ELF ergibt, das zunächst von den französischen Revolutionären und schließlich von Napoleon als Logo vielfältig verwendet wurde. Der Elferrat verstand sich in den Ursprüngen also als ein Rat im bürgerlich-demokratischen Geiste, versteckt unter der Narrenkappe.