Es schenkte ihm Wirtstöchterlein

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Wirtstöchterleins Liebe

Es schenkte ihm Wirtstöchterlein.png

1. Es schenkte ihm Wirtstöchterlein
in seinen Becher edlen Wein,
bald weissen bald roten.
Den Becher leert er bis zum Grund
und küsste sie auf ihren Mund;
|: sie hat ihn gern geboten. :|

2. Und als der letzte Silberling
in seiner Trauten Tasche ging
für edlen Wein, da lacht' er.
" Wenn ich des Weins entbehren muss,
mir bleibt doch meiner Liebsten Kuss
|: für alle Zeit" so dacht' er. :|

3. "Wirtstöchterlein, Wirtstöchterlein,
nicht länger trink' ich deinen Wein,
denn leer sind meine Hände;
allein in meinem Herzen blieb
für dich, mein holdes, süsses Lieb,
|: die Treue ohne Ende." :|

4. Wirtstöchterlein verzog den Mund,
Wirtstöchterlein zur selben Stund'
hat sich gewandt von hinnen.
Still lächlend trat der Knecht heran,
des Hauses Thür ward aufgetan -
|: und er war nicht mehr drinnen. :|

Worte: Franz Kampers, 1895 (geb. 1868)
Loudspeaker.png    Weise i: Rudolf Baumbach, 1875 (1840-1905)