Es steht ein Wirtshaus am grünen Rhein

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Teuere Zeche

KV-Liederbuch Seite 86

Es steht ein Wirtshaus am grünen Rhein.gif


1. Es steht ein Wirtshaus am grünen Rhein,
von Reben und Rosen umkränzt.
Drinn hat der Wirtin Töchterlein
den perlenden Wein kredenzt.
Der Trunk der Wirtin war gut, fürwahr,
hell blinkte sein goldener Schein!
|: Doch feuriger war das Augenpaar
vom lieblichen Töchterlein. :|

2. Ich trank ein Schmollis mit kräft'gem Zug
dem Kinde so rosig und schön;
als ich nach meiner Zeche frug,
da ließ man mich nimmer gehn.
Und als ich weiter dann zog ins Land
von seligen Stunden beglückt,
|: da hat mir des Mägdleins liebe Hand
mit Rosen den Hut geschmückt!: |

3. „Fahr wohl, Gott gebe dir gut Geleit,
du frischer, du fröhlicher Knab'!
Die Rosen sagen, wie allezeit
ich herzinnig lieb dich hab'!" —
Das war, ihr Burschen, ein teurer Wein,
mein teuerster wohl, ohne Scherz!
|:Ich zahlte nicht Gold, nicht Edelstein,
ich gab ihr mein junges Herz.: |

Worte: Für d. Dt. Kommersbuch gedichtet
von Josef Schregel (EM Gbg), 1897 (1865—1947)
Loudspeaker.png    Weise i: Für d. Dt. Kommersbuch komponiert
von Carl Hermann Necke, 1897 (1850—1912)
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)