Es zog ein flotter Bursch zum Rhein

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KV-Liederbuch Seite 90

Es zog ein flotter Bursch zum Rhein.gif


1. Es zog ein flotter Bursch zum Rhein,
nach Bonn, dort zu studieren:
der Vater sprach: "Sollst fleissig sein
und keine Zeit verlieren!"
Die gute Mutter aber sprach:
"Lauf' nicht den rhein'schen Mädchen nach,
|:mit ihren Feuerblicken
sie könnten dich berücken.:|

2. Allein der liebe Sohn am Rhein
war fleissig bei der Kanne.
Er trank allzeit den besten Wein
beim Wirt zur "Grünen Tanne".
Bei Bonn, da liegt das Thal der Ahr:
da wo die "Grüne Tanne" war,
|:da thät er bass studieren
und keine Zeit verlieren.:|

3. Und lass das vierte Jahr am Rhein
sich neigte seinem Ende:
Er schrieb des Wirtes Töchterlein,
sie reichten sich die Hände.
Der Studio seiner Mutter schrieb:
"Gehorsam Deinem Wort ich blieb:
|:Ich mied die rhein'schen Mädchen,
im Ahrthal wohnt mein Mädchen.:|

Worte: Franz Müller, 1893 (1847-????)
Loudspeaker.png    Weise i: Franz Kampers, 1894 (1868-????)
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)