Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein

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Der Wirtin Töchterlein

KV-Liederbuch Seite 91

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1. Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein,
|: bei einer Frau Wirtin, da kehrten sie ein. :|

2. „Frau Wirtin, hat Sie gut Bier und Wein?
|: Wo hat Sie Ihr schönes Töchterlein?":|

3. „Mein Bier und Wein ist frisch und klar.
|: Mein Töchterlein liegt auf der Totenbahr'.": |

4. Und als sie traten zur Kammer hinein,
|: da lag sie in einem schwarzen Schrein.:|

5. Der erste, der schlug den Schleier zurück
|: und schaute sie an mit traurigem Blick: :|

6. „Ach lebtest du noch, du schöne Maid!
|: Ich würde dich lieben von dieser Zeit.":|

7. Der zweite deckte den Schleier zu
|: und kehrte sich ab und weinte dazu: :|

8. „Ach, daß du liegst auf der Totenbahr'!
|: Ich hab' dich geliebet so manches Jahr.": |

9. Der dritte hub ihn wieder sogleich
|: und küßte sie an den Mund so bleich: :|

10. „Dich liebt' ich immer, die lieb' ich noch heut
|: und werde dich lieben in Ewigkeit." :|

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Worte: Ludwig Uhland, 1809 (1787—1862)
Loudspeaker.png    Weise i: Volksweise Anfang des 18. Jahrhunderts
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)


Anmerkungen

Im CV-Liederbuch ohne Strophe 6.