Fink

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Ende des 18. Jh.
nicht inkorporierter Student, sonst auch wohl Wilder, Obskurand, Kamel oder Mucker genannt; ursprünglich bezeichnete das Wort ganz allgemein einen lustigen, ungebunden lebenden jungen Mann, der, wie SCHILLER in WALLENSTEINS Lager, 7. Auftritt, den jungen Rekruten singen läßt, „frei wie ein Fink” ist;
schon im 15. Jh. hieß der Karzer im Studentenmund scherzhaft Finkenbauer, weil dort die lustigen Studenten, die munteren Finken, wie in einem Vogelkäfig gefangengehalten wurden;
die heutige Bedeutung Fink = außerhalb einer Korporation, für sich lebender Student, taucht zum ersten Male in Halle auf, wo im Jahre 1790 von der „Clique obskurer Finken” gesprochen wird; noch eindeutiger zitiert ein Senatsbeschluß der Universität Jena aus dem Jahre 1822 die sogenannten „Wilden” oder „Finken”.