Halloh, Frau Wirtin, schenk ein

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Rheinland - Weinland

KV-Liederbuch Seite 105

Halloh, Frau Wirtin, schenk ein.gif
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1. Halloh, Frau Wirtin, schenk ein, schenk ein,
damit mich der Durst nicht quäle,
ein Deutscher verläßt nicht den deutschen Rhein
mit einer trockenen Kehle;
dein Trunk, o Wirtin, so kühl und gut,
macht´s wohl, daß so weh mir das Scheiden tut.
|: Fürwahr, das höchste Glück ist mein,
ein Rheinlands, Weinlands Kind zu sein! :|

2. Noch einen Becher, Frau Wirtin,
gib, noch einen gib mir geschwinde,
ich bringe ihn ja meinem Herzenslieb, dem blonden, blauäugigen Kinde.
Dir, rheinisches Mägdelein lieb und hold,
dir bring' ich der Reben funkelnd Gold.
Fürwahr usw.

3. Lacht in der Fremde mir nicht das Glück und winken mir keine Sterne,
dann kehr' ich zum herrlichen Rhein zurück,
verlass' die falsche Ferne.
Ich eil' zurück mit jubelndem Sang:
Dein bin ich, dein bleib' ich mein Leben lang!
Fürwahr usw.

4. Drum will ich mich auch mit Fug und Recht
am Rheinweine weid lich laben,
der beste Tropfen ist rein und echt
am deutschen Rhein nur zu haben.
O goldner Rheinwein, ich lieb' dich sehr,
Frau Wirtin, mein Becher ist wieder leer!
Fürwahr usw.

5. Leb' wohl, Frau Wirtin, ade, ade,
das Glück soll immer dir glänzen!
Doch magst du, bevor ich jetzt von dir geh', den letzten Becher kredenzen.
Mit Bestem fülle ihn bis zum Rand,
es gilt meinem lieben Vaterland!
Fürwahr usw.

Worte: Jos. Schregel, 1890 (1865—1947)
Loudspeaker.png    Weise i: Herrn. Necke, 1892 (1850—1912)
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)