Keilen

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Schon im antiken Athen keilten sich die einzelnen Studentenkorporationen vor allem die von auswärts in Piräus ankommenden Neulinge weg und gerieten deswegen oft in eine heftige Keilerei.

Erwähnenswert - aber nicht nachahmenswert - waren die Keilsitten im 17. Jahrhundert. An den Toren der Universitätsstädte lungerten um die Zeit, als Neulinge anrückten, ältere Studenten als "Auftreiber" herum, um diese für ihre Landsmannschaften zu keilen. Das geschah manchmal unter Anwendung von Vorwänden und Listen. Diese Keiler boten sich an, den Neuling in ein gutes Gasthaus oder auf ihre Bude zu führen. Anderentags war dieser schon Pennäler ihrer Landsmannschaft. Die Verweigerer eines Beitrittes wurden tagelang verfolgt, beschimpft, belästigt, ja oft auch überfallen und geschlagen, bis das Ziel erreicht und der Verfolgte Pennal der Verbindung war. Eine solche Keilung zahlte sich schon allein wegen der finanziellen Ausbeutung durch die Scholaren aus. Für den künftigen Leibburschen war sie zur Finanzierung seines Daseins und dem Wohlbefinden durch den Besitz eines Dieners ebenfalls von großem Vorteil.

Siehe auch

Keilarbeit
Keilbeauftragter der Altherrenschaft
Keilfibel
Fuchsmajor
Fuchsmajorat