Kein Tröpflein mehr im Becher

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KV-Liederbuch Seite 145

Kein Tröpflein mehr im Becher(a).png


1. Kein Tröpflein mehr im Becher,
kein Geld im Säckel mehr,
da wird mir armem Zecher
das Herze gar so schwer.
Das Wandern macht mir Pein,
weiß nicht wo aus noch ein;
ins Kloster möcht ich gehen,
da liegt ein kühler Wein.

2. Ich zieh´ auf dürrem Wege,
mein Rock ist arg bestaubt;
weiß nicht, wohin ich lege
in dieser Nacht mein Haupt.
Mein´ Herberg' ist die Welt,
mein Dach das Himmelszelt;
das Bett darauf ich schlafe,
das ist das breite Feld,
|:das ist usw. :|

3. Ich geh' auf flinken Sohlen,
doch schneller reit't das Glück;
ich mag es nicht einholen,
es läßt mich arg zurück;
komm' ich an einen Ort,
so war es eben dort,
da kommt der Wind geflogen,
der pfeift mich aus sofort,
|:der pfeift usw.:|

4. Ich wollt', ich lag' zur Stunde
am Heidelberger Faß,
den offnen Mund am Spunde,
und träumt´, ich weiß nicht was.
Und wollt' ein Dirnlein fein
mir gar die Schenkin sein;
mir war's, als schwämmen Rosen
wohl auf dem klaren Wein,
|:wohl auf usw. :|

5. Ach, wer den Weg doch wüßte
in das Schlaraffenland.
Mir dünket wohl, ich müßte
dort finden Ehr und Stand.
Mein Mut ist gar so schlecht,
daß ich ihn tauschen möcht',
und so's Dukaten schneite,
das war' mir eben recht,
|:das war' usw. :|

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Worte: Emanuel Geibel, 1842/43 (1815—1884)
Loudspeaker.png    Weise i (a): Heinrich Marschner, vor 1860 (1795—1861)

Variante b

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Loudspeaker.png    Weise i (b): Neuere Studentenweise, vor 1900

CV-Liederbuch Variante

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Loudspeaker.png    Weise i: Studentenweise