Land des Glaubens

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1. Land des Glaubens,
deutsches Land,
Land der Väter und der Erben
uns im Leben und im Sterben,
Haus und Herberg
Trost und Pfand
sei den Toten zum Gedächtnis
den Lebend'gen zum Vermächtnis
freudig vor der Welt bekannt,
Land des Glaubens,
deutsches Land.

2. Land der Hoffnung, Heimatland,
ob die Wetter, ob die Wogen
über dich hinweggezogen,
ob die Feuer dich verbrannt,
du hast Hände, die da bauen,
du hast Herzen, die vertrauen,
Lieb und Treue halten stand,
Land der Hoffnung, Heimatland!

3. Land der Liebe, Vaterland,
heil'ger Grund, auf den sich gründet,
was in Lieb' und Leid verbündet
Herz mit Herzen. Hand mit Hand.
Frei, wie wir dir angehören
und uns dir zu eigen schwören,
schling um uns dein Friedensband,
Land der Liebe, Vaterland!


Worte: Rudolf Alexander Schröder, 1950 (1878-1962)
Loudspeaker.png    Weise i: Hermann Reutter, 1950 (1900-1985)


Anmerkungen

Die Hymne an Deutschland ist ein Lied, das − nach dem Wunsch des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss − die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland hätte werden sollen.

Der Text des Gedichtes wurde von Rudolf Alexander Schröder im Jahr 1950 verfasst; die Melodie stammt von Hermann Reutter. Als Komponisten hatte Heuss ursprünglich Carl Orff (Carmina Burana) vorgesehen; dieser verwies Heuss jedoch an Reutter. Theodor Heuss konnte sich mit dem Lied jedoch nicht durchsetzen. In einem Briefwechsel einigten sich Heuss und Bundeskanzler Konrad Adenauer schließlich 1952 darauf, das Deutschlandlied von Heinrich Hoffmann von Fallersleben als Deutsche Nationalhymne anzuerkennen.

Die drei Strophen haben jeweils eine der christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe als Leitwort: Land des Glaubens, deutsches Land – Land der Hoffnung, Heimatland – Land der Liebe, Vaterland.