Lasst auf Vater Bacchus Wohl

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1. Laßt auf Vater Bacchus Wohl, Brüder, jetzt uns trinken!
Unter Gläserklange soll uns die Freude blinken!
Er, dem dieses Glas gebührt,
der mit Laub Bekränzte wird
|: vom Olympus winken. :|

2. Menschenweisheit wohnet nicht in verschloss'nen Kammern.
Nur ein Heuchler scheut das Licht, glaubt es Pflicht, zu jammern.
Laßt ihm seine Trockenkost,
während wir beim jungen Most
|: an das Glas uns klammern!:|

3. Wenig sind der Tage nur hier in unserm Leben,
darum gab uns die Natur milden Saft der Reben.
Kummer flieht vor seiner Glut, vor ihm schweigt die Tränenflut
|: und das ängstlich Beben. :|

4. Charon harret unser schon am verjährten Nachen;
laßt uns bis zum Acharon trinken, scherzen, lachen!
Kommen wir an Lethes Fluß,
überschrei'n den Cerberus
|: wir mit feuchtem Rachen!:|

5. Drum, auf Vater Bacchus Wohl, lasst uns fröhlich trinken!
Unterm Rebendache soll uns die Freude winken!
Seht, der alte Knabe lacht!
Laßt uns, wenn die Tat vollbracht,
|: ihm zu Füßen sinken! :|

Worte: Nach J. D. Funk
Loudspeaker.png    Weise i: Gaudeamus igitur