Nun ist mein' beste Zeit vorbei

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Zum Abschied (von Heidelberg oder Tübingen)

KV-Liederbuch Seite 168
Für das Deutsche Kommersbuch komponiert

Nun ist mein' beste Zeit vorbei.gif


1. Nun ist mein' beste Zeit vorbei,
ist mir alles einerlei
|:wohin ich wandern:| soll.
Verlassen muss ich meine Lust,
|:mein ganzes Herz ist in der Brust
|:von Thränen:| voll! :|:|

2. Durch die alten Gassen hab' ich zuletzt
heut' nacht meinen Wanderstab gesetzt
|:mit manchem Gesellen:| gut.
Sie drückten mir alle die Bruderhand:
|:„Und denk an uns im fremden Land,
halt uns in treuer Hut!": |

3. Noch einmal von der Neckarbrück'
schau ich ins weite Tal zurück,
|:die Wasser rauschten:| daher;
sie rauschten stets, ich merkt' es kaum,
|:sie rauschen und singen mir alten Traum
und machen das Herz mir schwer.:|

4. Ich sah nach jedem Giebeldach,
mir war's, als riefen sie mir nach:
|:Fahr wohl, Gesell,:| fahr wohl!
Und mit dem Abschied wars vorbei,
|:nun ist mir alles einerlei,
wohin ich wandern soll!:|

Worte: Otto Roquette, 1848 (1824—1896)
Loudspeaker.png    Weise i: "Das sind die alten Räume wieder", Friedrich Gräbke, 1895 (1828—1906)
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg)