Pennal

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Auch: Penal
Von lat. penna, Feder bzw. mittellat. pennale, Federbüchse (15. Jh.). Das Wort wurde seit dem Ende des 15. Jh. ins Niederdt. entlehnt.

  • 1) Pennal, der. „Federfuchs"; Spottbez. für den angehenden Studenten, der verpflichtet war, dem älteren mit Schreibzeug auszuhelfen (17. Jh., 1825). Von hier wurde es im Sinne eines Abhängigkeitsverhältnisses verallgemeinert zu: Jüngerer, der dem Älteren während seines ersten Jahres auf der Universität Hilfsdienste leisten muss (Pennalismus).

Der ältere „Schorist" konnte dabei selbst über das persönliche Eigentum des Pennal verfügen. Ende des 18. Jh. wurde das Pennalsystem durch das Bursch-Fuchs-Verhältnis ersetzt und im Sinne des Pennal in feste Regeln gefasst.

  • 2) Pennal, der. Gymnasiast (1813, 1822, 1825, 1841, 1846).
  • 3) Federkasten der Schulkinder (1930).
  • 4) Höhere Schule (Auch in der Pennälersprache; 1887, zg.).

Heute herrscht die Form „Penne" vor. Der Schüler wird als „Pennäler" (1887, 1930, zg.) bezeichnet.

  • 5) P., das. Lateinschule, Mittelschule, höhere Schule (19., 20. Jh.). Daraus: Penne (20. Jh.).