Nun reicht mir flugs einen schäumenden Krug

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Saxonen Wanderlied

KV-Liederbuch Seite 170

Nun reicht mir flugs einen schäumenden Krug.gif


1. Nun reicht mir flugs einen schäumenden Krug,
dem müden, durstigen Scholaren!
Ich habe Wanderns jetzt übergenug,
genug auch des Dürstens erfahren.
Was seid ihr so säumig? Den Zapfen ins Faß!
Schenkt ein mir, reicht her mir das schäumende Naß!
|: Grüß Gott, alt München, du feines! :|

2. Vom hohen Norden,da wandert' ich her,
wo die Eichen, die dunkelen, ragen,
wo um Hain und Heide und Hügel und Meer
sich spinnen geschäftige Sagen:
ein Sachse bin ich, bin sinnig und fest,
dein bleib' ich bis zu des Lebens Rest,
|:du heimatlich rote Erde! :|

3. Mußt' wandern, mußt' wandern hinaus in die Welt,
es trieb mich mit mächtigem Drange
und fort ging es rüstig durch Wald und Feld
bei fröhlichem Liederklange.
Viel Burschen sah ich die Straße ziehn
und lustig zog es mir durch den Sinn:
|:Juchheissa, Studentenblut lebe!:|

4. Und als ich nach Wanderns Mühe und Last
die Alpen sah herrlich erglühen,
da macht' ich bei dir, alt München, die Rast,
mag nimmermehr weiter nun ziehen.
Jetzt beut mir den Willkomm mit schäumendem Krug,
ich habe des Wanderns jetzt übergenug!
|:Grüß Gott, alt München, du feines!:|

5. Grüß Gott, ihr Brüder aus heimischem Land,
ihr Sachsen, vielliebe Gesellen;
grüß Gott, ich reich' euch die Bruderhand,
will treu mich all zeit zu euch stellen.
Es grüne die Tanne, es wachse das Erz,
Gott schenke euch allen ein fröhliches Herz!
|:Glück auf! Saxonia lebe!:|

Worte u. Loudspeaker.png    Weise i: Franz Kampers, 1893 (1868-)
(Sx, Gm, E d. Un, E d. Fr-B, E d. Ott), 1893 (1868—1929)
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)