Schon die Abendglocken klangen

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1. Schon die Abendglocken klangen,
und die Flur im Schlummer liegt.
Wenn die Sterne aufgegangen,
jeder gern im Traum sich wiegt.
|: Ja, ein ruhiges Gewissen
mög's uns stets der Schlaf versüssen,
|: bis der Morgenruf erschallt, :|
|: und das Horn vom Felsen hallt.:|:|

2. Seht aus dunkler Höhe winken
hell des Mondes freundlich Bild,
und des Himmels Lichter blinken
an dem grauen Nachtgefild!
|: Von dem Glanz aus sel'gen Hallen
unsre Herzen froher wallen,
|: bis des neuen Tages Licht :|
|: siegend durch die Dämm'rung bricht.:|:|

3. Schlummert süss und jeden Morgen
weck' euch froh der Sonne Strahl;
schlummert süss und frei von Sorgen,
frei von Sünden, Angst und Qual.
|: Ja, ein ruhiges Gewissen
mög's uns stets der Schlaf versüssen,
|: dass wenn Gottes Ruf einst schallt, :|
|: er nicht bang ins Herz euch Felsen hallt.:|:|


Text: 1. Strophe nach Friedrich Kind (1768-1843),
Karl Johannes Braun von Braunstahl, 1833 (1788-1868)
Loudspeaker.png    Weise i: Konradin Krentzer, vor 1834 (1780-1849)