Würzburger Bund

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Auf dem 16. Deutschen Katholikentag in Würzburg 1864 begründeten die sieben an deutschen Universitäten bestehenden katholischen Korporationen den sog. "Würzburger Bund". In der Folgezeit scheiterten jedoch alle Anstrengungen, diesen losen Bund straff verbandsmäßig zu organisieren. Daraufhin wurde er bereits im Folgejahr in Trier wieder aufgelöst. Die vier farbentragenden Verbindungen zu München, Tübingen, Breslau und Innsbruck übernahmen das 1856 von Aenania München und Winfridia Breslau begründete Cartellverhältnis. Die fünf nichtfarbentragenden Vereine dagegen bildeten im Januar 1866 den Verband der katholischen Studentenvereine zu Berlin, Bonn (Arminia), Breslau (später Unitas), Münster (Germania) und Würzburg (Walhalla). Diese Korporationen verzichteten auf das Farbentragen und andere äußere studentische Bräuche, die sie als Ablenkung von ihren wissenschaftlichen und religiösen Grundsätzen ansahen.

Die Trennung von CV und KV beruhte nicht in erster Linie auf Unterschieden in den grundsätzlichen Zielsetzungen beider Verbände - hier lassen sich weitgehende Übereinstimmungen feststellen - sondern eher in der Ausrichtung: Der KV maß der Pflege äußerer Formen, wie sie in der studentischen Jugend üblich waren, weniger Wert zu; er wandte sich weit mehr den geistigen, religiösen und kulturellen Fragen zu. Dem CV diente neben der Verfolgung geistiger und religiöser Belange gerade die Pflege des studentischen Brauchtums als Mittel der Erziehung und Durchsetzung katholischer Interessen im akademischen Raum.

siehe auch

Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV)
Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV)
Unitasverband (UV)