Wieder flechten wir zum Kranze

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1. Wieder flechten wir zum Kranze
der vergang'nen still ein Jahr,
und in buntem Lichterglanze
stellt das Weihnachtsfest sich dar,
eint auch uns zu schöner Feier!
Freu' sich jeder, dem 's vergönnt!
|: Denn wer weiss, ob ihm der Christbaum
übers Jahr so wieder brennt. :|

2. Doch es töne dieser Stunde
Freude nur in Wort und Lied,
muss auch mancher von uns scheiden,
ob auch mancher von uns schied.
Und nach alter Brudersitte
nehmt das erste Glas zur Hand:
|: dass es nie sich lockern möge,
uns'rer Freundschaft schönes Band! :|

3. Wie ein Gruß aus fremder Heimat
mahnt der buntgeschmückze Baum
an verklungûner froher Tage,
längst entschwund'ner Kindheit Traum.
Ihr d'rum auch und allen Lieben,
ob sie noch so fern und weit,
|: dass im Ohr es ihnen klinge,
seidies zweite Hoch geweiht! :|

4. Was das Jahr in stetem Wechsel
zwischen Lust und Leid gebracht,
alles Trübe sei vergessen
und des Guten nur gedacht!
Und wie's dränge sich und treibe,
eins nur haltet allezeit:
|: dass wie bisher treu uns bleibe
Frohsinn und Zufriedenheit! :|

Worte: Caesar Flaischlen (1864-1920)
Loudspeaker.png    Weise i: Peter Johann Peters, (1820-1870).
Strömt herbei, ihr Völkerscharen