Zipfeltausch

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Für den Zipfeltausch gibt es kein allgemeingültiges Ritual. Ganz gleich, ob der Tausch auf dem Eiffelturm mit Champagner oder für den Vorstandszipfel aus dem biergefüllten Stiefel erfolgt, sollte ein feierlicher Rahmen gewählt werden.
Die Zeremonie des Zipfeltausches wird in der Regel von einem Bundesbruder geleitet, der den beiden Tauschenden freundschaftlich verbunden ist. Für jeden Tauschpartner werden drei Gläser Bier vorbereitet.
Nach einleitenden Worten und einer Prüfung der Zipfel durch den Sekundanten versenkt jeder den Zipfel, den er zu tauschen gedenkt, in sein erstes Glas. Dieses wird ad profundum geleert, der Zipfel mit den Lippen aufgefangen und in dem zweiten Glas versenkt.
Das zweite Glas wird nur zur Hälfte geleert, dann tauschen die beiden Partner ihre Gläser und damit die Zipfel. Nun werden die Gläser geleert, die Zipfel wiederum mit den Lippen aufgefangen und im dritten Glas versenkt.
Anwesende ziehen dabei in der Regel mit. Der nun zum 3. Mal mit den Lippen aufgefangene Zipfel wird von den Lippen vorsichtig zwischen zwei Bierdeckel gelegt. Nun ist der Tausch besiegelt.
Anschließend wird in geselligem Rahmen weiter getrunken, bis die Zipfel getrocknet sind. Dies entscheidet wiederum der Sekundant. Wird ein feuchter Zipfel von einem Tauschenden mit den Fingern berührt, muß der Tausch wiederholt werden.
Der getauschte Zipfel kann an diesem Tag am Revers getragen werden.
In einigen Vereinen ist es üblich, dass jeder dem Tauscher einen Zutrunk antragen kann, bei dem dieser selbstverständlich mitzieht. Ebenso ist es mancherorts so, dass sämtliche Getränke auf Kosten der Tauscher gehen, bis die Zipfel für trocken erklärt wurden.