Zogen einstmals durch den Mai

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KV-Liederbuch Seite 242

Zogen einstmals durch den Mai.gif


1. Zogen einstmals durch den Mai
lustige Scholaren:
waren Burschen keck und frei,
waren weit gefahren;
waren wenig nur, doch nie
sind sie unterlegen,
|: denn ein helles "Freiheit, die"
war ihr Reisesegen.

2. Und ihr Wanderlied gefiel:
trauter Weggenossen
haben viel zum gleichen Ziel
bald sich angeschlossen.
Selber ich mit ihnen zieh',
ziehe mit in Treuen,
|:hab's geschworen:
„Freiheit die . . "
's wird mich nicht gereuen.:|

3. Pfarrer, Doktor, Bürgersleut'
sind uns wohlgewogen,
kommen frisch zur Sommerszeit
wir durchs Land gezogen.
Hinter grüner Jalousie
brennen rot zwei Wangen:
|: unser freies „Freiheit, die . . ."
hat ein Herz gefangen.:|

4. Und zieh' einst ich nimmer mit,
bin ich selbst Philister:
in Gedanken halt' ich Schritt
stets mit euch, das wißt ihr;
und in meinem Keller zieh'
ich manch guten Tropfen,
|: auf ein kräftig „Freiheit, die ..."
lös' ich manchen Pfropfen.:|



Worte: Karl Bayer (Wh, Agl), 1914
(geb. 1895, gefallen 1. Dez. 1917 bei Cambrai)
Loudspeaker.png    Weise i: Simon Breu, 1917 (1858—1933)
(Aus d. Dt. Kommersbuch, Verl. Herder Frbg.)


*) Die ersten drei Noten des Liedes „Freiheit, die ich meine" bilden den Kartellpfiff des Verbandes der katholischen deutschen Studentenvereine (KV)